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Naturschutz-Tierpark Görlitz

Kropfgazellen

Jonas Homburg (Autor für ZooLex)
Monika Fiby (Editorin für ZooLex)
Catrin Hammer (Editorin für Tierpark Görlitz)
Publiziert 2018-4-13
English

 

UP ADRESSE:

Zittauer Str. 43 , 02826 Görlitz , Deutschland
Telefon: +49-3581-407400
Fax: +49 3581 407401
URL: http://www.tierpark-goerlitz.de


UP STICHWORTE:

Fanganlage, Tiermanagement


UP TIERE:

Familie:Species:deutscher Name:Kapazität:
AnatidaeAnser indicusStreifengans3,3
BovidaeGazella subgutturosaKropfgazelle1,6 + Nachwuchs


UP BESCHREIBUNG:

Für die Anlage der Kropfgazellen wurde ein vormals mit Rehen und Kranichen besetztes Gehege genutzt und in den Tibet-Themenbereich integriert. Das Gehege wurde dreigeteilt. Die größte Schauanlage ist eine offene Fläche am Waldrand mit einigen Felsen, Baumstämmen sowie einem Teich, in der Bach des Tibetdorfes fließt. Die beiden Trenngehege dahinter liegen im lichten Wald und sind von anderer Stelle am Rundgang aus einsehbar.

Die rückseitige Begrenzung der Gehege besteht aus Maschendrahtzäunen, hinter denen als Sichtschutz ca. 2m hohe Benjeshecken angelegt sind. Im unteren Bereich des Zauns sind zusätzlich glatte, dunkle Holzplatten angebracht, damit sich die Gazellen nicht verletzen, wenn sie am Zaun entlangrennen. An der Besucherseite befindet sich ein ca. 1,20m hoher Zaun aus Naturästen, der mit einem weitmaschigen Drahtnetz bespannt ist. Die Gazellen könnten diesen Zaun ohne weiteres aus eigener Kraft überspringen. Sie trauen sich jedoch nicht, in den Besucherbereich hineinzuspringen, da der Weg in einem engen Korridor zwischen ihrer Anlage und dem Zaun zur Gemeinschaftsanlage des Tibetdorfes verläuft.

Der Gazellenstall ist im tibetischen Stil aus Natursteinen und mit Holzfußboden erbaut und beinhaltet neben einer Gemeinschaftsstallfläche für die Tiere auch eine Fanganlage.

Eine Vergesellschaftung der Gazellen mit den benachbarten Kranichen konnte nicht realisiert werden, da sich die Vögel als zu aggressiv erwiesen. Die beiden Gehege sind daher optisch unauffällig durch einen Maschendrahtzaun voneinander getrennt, der durch den Teich verläuft.
 

UP GRÖSSE:

Flächeaufteilung in Quadratmetern:

Flächeinnenaussen     Gehege gesamt    
zugänglich     gesamt     zugänglich     gesamt    
Tiere451,100
Besucher150
andere5
gesamt501,2501,300

 

UP KOSTEN:

€ 12,800

Planung und Bau erfolgten in Eigenleistung des Tierparks. Die Kosten umfassen den Neubau der Stallungen und geringfügige Umgestaltungen der Außenanlage.
 

UP ERÖFFNUNGSDATUM:

28 April 2013
 

UP PLANUNG:

Beginn:

  • Planung: Naturschutz-Tierpark Görlitz

UP BAU:

Beginn: April 2012

  • Bau: Naturschutz-Tierpark Görlitz

UP SEEHÖHE UND KLIMA:

walter.gif Dies ist ein Klimadiagramm für die nächstliegende Wetterstation.

215 m Seehöhe
8.2 °C mittlere Jahrestemperatur
657 mm mittlere jährl. Niederschlagsmenge

 

UP PFLANZEN:

Im Gehege wurde keine Bepflanzung vorgenommen. Die Anlage wird von mehreren großen Eichen beschattet, außerdem wachsen im hinteren Bereich Holunderbüsche, die von den Gazellen nicht verbissen werden. Eine Pflanzinsel mit Sanddorn ist in Planung. Solange die Gazellen die beiden Trenngehege nicht permanent nutzen, kann sich hier die natürliche Waldvegetation entwickeln.

UP GEHEGEMERKMALE FÜR TIERE:

Ein Stall mit Vordach und ein offener Holzunterstand in der Außenanlage stehen den Gazellen jederzeit zur Verfügung. Im Abtrenngehege befindet sich ein weiterer Holzstall. Dieses Gehege weist zu Eingewöhnungszwecken an allen Seiten Sichtschutz aus Holzplanken und Ästen auf. Baumstämme und Felsen bieten den Tieren die Möglichkeit, sich zum Abliegen zurückzuziehen. Von einem Hügel im Gehege haben sie freien Ausblick über ihre und benachbarte Anlagen sowie die Besucherbereiche. Ihr Futter erhalten die Kropfgazellen auf einem aus Rasengittersteinen gemauerten Futterplatz in der Mitte der Anlage. Trinkwasser steht am Bach und am Teich sowie in einer Wasserschale im Haus zur Verfügung.

Die mitbewohnenden Streifengänse haben einen mit Ästen abgetrennten Rückzugsbereich, wo sie auch gefüttert werden.
 

UP GEHEGEMERKMALE FÜR TIERPFLEGER:

Die Tierpfleger betreten die Außenanlage durch eine Tür im Holzzaun direkt am Haus. Die beiden Abtrenngehege werden durch die verbindenden Gittertüren im Maschendrahtzaun erreicht, der Bereich der Streifengänse durch eine Tür vom größeren Trenngehege aus. In den Stall gelangen die Pfleger durch einen Vorraum, der auch zur Innenanlage der Stachelschweine führt. Ein rundes Loch in der Tür zum Hindurchgreifen ermöglicht die Bedienung des Türriegels von beiden Seiten.

Teil des Stalls ist eine Fanganlage, die es erlaubt, Individuen ohne direkten Kontakt in zwei Transportkisten zu treiben. Das System besteht aus zwei langen Räumen und einem meterhohen Gang aus zwei hintereinander platzierten Transportkisten. Der erste dieser beiden Räume (1) verläuft von der Rückwand des Gebäudes zu seiner Längsseite. Parallel dazu befindet sich der zweite Raum (2). Um Verletzungen der Gazellen beim Hineintreiben vorzubeugen, besitzt der zweite Raum völlig glatte Wände. Beide Räume sind mit einem Schieber verbunden. Der zweite Raum mündet an der Schmalseite mit einen zweiten Schieber in die beiden hintereinander platzierten Transportkisten (3). Der Kistenboden ist mit Teppich ausgelegt, damit die Gazellen darin nicht rutschen. Der L-förmige Fangraum kann durch Gucklöcher in der schmalen Frontseite vom Pflegerraum aus eingesehen werden, ohne dass die Gazellen die Pfleger sehen. Die vordere Transportbox ist zum Hauptraum des Stalls geöffnet. Solange die Anlage nicht zum Fang genutzt wird, ist das System ein Durchlauf, damit die Gazellen das Betreten des Bereiches gewohnt sind.

Zum Fangen der Tiere wird das Sichtgitter zum Besucherbereich mit einer Decke verhängt und die Schiebetür zum Außengehege verschlossen. Die Verbindung der vorderen Transportbox zum Stall wird mit einem Holzbrett verschlossen. Die Gazellen werden durch den Schieber in den Stall geholt und dieser ebenfalls verschlossen. Die Tür zum L-förmigen Raum ist geöffnet, die zum zweiten Raum geschlossen. Betritt nun ein Tierpfleger den Gazellenstall, ziehen sich die Tiere zunächst zur Rückwand zurück und werden von dort in den ersten Fangraum (1) getrieben. Am vordersten Punkt dieses Raumes gelangen die Tiere durch den Schieber in den zweiten Raum (2). Sobald zwei Gazellen den zweiten Raum betreten haben, wird der Verbindungsschieber durch einen zweiten Tierpfleger vom Vorraum (5) aus verschlossen. Nun betritt ein Pfleger die Tür zum zweiten Raum (2) und treibt die beiden Gazellen durch den Schieber an der Schmalseite in die beiden Kisten (3) hinein. Wenn sich in jeder der beiden Kisten eine Gazelle befindet, wird der Gang mit Holzbrettern zum zweiten Raum (2) hin verschlossen und zwischen den beiden Kisten ebenfalls ein Brett eingesetzt.

So können die Gazellen in den Kisten abtransportiert werden. Ebenfalls können die in der Kiste wenig beweglichen Gazellen dort tierärztlich behandelt werden, indem der Kistendeckel nach oben aufgeklappt wird.

Auch der zweite Stall im Abtrenngehege besteht aus zwei parallelen, langen Räumen mit einem Schieber am hinteren Ende der Trennwand, sodass auch hier eine Transportkiste platziert werden kann und Individuen hineingedrängt werden können.
 

UP GEHEGEMERKMALE FÜR BESUCHER:

Die Besucher können, von den Stachelschweinen kommend, zunächst durch ein Gitter in den Stall schauen. An der Gebäudeecke schließt ein steinerner Torbogen mit einem meterhohen Holztor an, durch das die Besucher den Beobachtungsbereich an der Außenanlage erreichen. Der Besucherbereich liegt im Vergleich zum Gehege leicht erhöht und erstreckt sich bogenförmig in dieses hinein, sodass die Besucher über einen niedrigen Naturholzzaun hinweg die Anlage überblicken können.

Anschließend führt der Weg zwischen zwei aus Ästen errichteten Zäunen an der Anlage vorbei. Die Zäune sind bis zur Höhe von ca. 1,30m mit einem grobmaschigen Drahtgeflecht bespannt, sodass die Besucher den Tieren nahe kommen und die Anlage aus weiteren Perspektiven betrachten können.
 

UP BILDUNG:

Die Gehegebeschilderung informiert über biologische Charakteristika der Kropfgazelle, ihre Lebensweise und die Funktion des Kropfs zur Schallverstärkung der männlichen Brunftrufe.
 

UP MANAGEMENT:

Dank der beiden Abtrenngehege und des zweiten Stalls können bei Bedarf Individuen separat gehalten werden. Die Eingewöhnung neuer Tiere kann in einem ruhigen, von Besuchern abgewandten Bereich erfolgen. Eines der beiden Abtrenngehege kann zudem auch von den benachbarten Sikahirschen mitgenutzt werden.
 

UP FORSCHUNG:


 

UP ARTEN- UND RESSOURCENSCHUTZ:

Der Tierpark Görlitz beteiligt sich am Europäischen Monitoring-Programm für die als gefährdet eingestufte Kropfgazellen.
 

UP LOKALE RESSOURCEN:


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61K101K
Überblick
©Tierpark Görlitz, 2012

 
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73K102K
Gehegeplan
©Ingenieurbüro für Vermessung U. Diener, bearbeitet durch Jonas Homburg, 2011/2016

 
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71K + Beschreibung95K
Fotostandorte
©Jonas Homburg, 2016

 
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67K101K
Kropfgazelle (1)
©Catrin Hammer, Tierpark Görlitz, 2014

 
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71K + Beschreibung101K
Weg zur Anlage (2)
©Jonas Homburg, 2016

 
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71K + Beschreibung99K
Besuchereinsicht in den Stall (3)
©Jonas Homburg, 2016

 
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68K + Beschreibung98K
Besucherbereich (4)
©Jonas Homburg, 2016

 
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72K + Beschreibung102K
Vordach und Tierpflegerzugang (5)
©Jonas Homburg, 2016

 
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69K + Beschreibung99K
Blick über die Anlage (6)
©Jonas Homburg, 2016

 
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70K + Beschreibung101K
Weg entlang des Geheges (7)
©Jonas Homburg, 2016

 
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70K + Beschreibung100K
Einblick über den Zaun (8)
©Jonas Homburg, 2016

 
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66K + Beschreibung97K
Blick von unten in die Anlage (9)
©Jonas Homburg, 2016

 
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69K + Beschreibung100K
Futterplatz (10)
©Jonas Homburg, 2016

 
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67K + Beschreibung99K
Rückzugsmöglichkeiten (11)
©Catrin Hammer, 2016

 
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69K + Beschreibung100K
Trenngehege (12)
©Jonas Homburg, 2016

 
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71K + Beschreibung101K
Rückzugsbereich der Streifengänse (13)
©Jonas Homburg, 2016

 
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70K + Beschreibung99K
Innenansicht des Stalls (14)
©Jonas Homburg, 2016

 
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68K + Beschreibung98K
Schieber zum Außengehege (15)
©Jonas Homburg, 2016

 
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72K + Beschreibung102K
Zugang zur Fanganlage (16)
©Jonas Homburg, 2016

 
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Fangraum 1 (17)
©Jonas Homburg, 2016

 
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71K + Beschreibung99K
Fangraum 2 (18)
©Jonas Homburg, 2016

 
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Transportkisten im Vorraum (19)
©Jonas Homburg, 2016

 
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69K + Beschreibung98K
Innenansicht Transportkiste (20)
©Jonas Homburg, 2016

 
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72K + Beschreibung101K
Öffnung der Kiste zum Stall (21)
©Jonas Homburg, 2016

 
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70K + Beschreibung101K
Abtrenngehege mit Stall (22)
©Jonas Homburg, 2016

 
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72K + Beschreibung101K
Stall 2 rechter Raum (23)
©Jonas Homburg, 2016

 
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72K + Beschreibung102K
Stall 2 linker Raum (24)
©Jonas Homburg, 2016

 
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71K103K
Kropfgazellen-Bock (25)
©Catrin Hammer, Tierpark Görlitz, 2015

 

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